Blog

Alle Beiträge in der Kategorie 'Agil'

„Der Kalender ist tot, es lebe der Kalender!“

Frei nach der alten französischen Heroldsformel beschließen wir hiermit das Jahr der Agilen Anti-Pattern und rufen das Jahr der Anti-Pattern im Umfeld von Geschäftsprozessen und serviceorientierten Architekturen aus!

Im vergangenen Jahr haben wir uns 13 Situationen, Prinzipien, Archetypen und Absonderlichkeiten angeschaut und versucht, praktische und wertvolle Tipps zu liefern, wie man sich diesen nähern kann. Ich hoffe, dass wir damit den Nerv der nicht ganz perfekten agilen Projektwelt getroffen haben und den Blick für vermeintlich funktionierende, in Wahrheit aber unagile Situationen geschärft haben. In diesem Sinne: Scrum on!

Kalender_2015_2016

Der neue Kalender 2016 ist ab sofort hier zu finden. Diesmal geht es wie gesagt um Merkwürdigkeiten und Originalitäten rund um Geschäftsprozesse und serviceorientierte Architekturen. Wie immer werden wir jeden Monat eines der Anti-Pattern in unserem Blog im Detail betrachten. Einen ersten Vorgeschmack gibt es aber schon jetzt – einen der Klassiker schlechthin, sozusagen die Mutter aller BPM/SOA-Antipattern:  Die Heimwerker.

Anti-Pattern-Kalender 2015 – Die Ziellosigkeit

Ziellos?

Kann eine Methode, die sich schon so weit etabliert hat und bei so vielen Unternehmen standardmäßig eingesetzt wird, ziellos sein? Klar, die Frage ist rhetorisch und die Antwort lautet nein. „Agil heißt nur, immer das zu machen, was gerade sinnvoll erscheint“, ist der typische Einwand der Skeptiker. Und ja, das stimmt, und genau aus diesem Ansatz sind die agilen Regeln entstanden. Und mit genau diesen Regeln kann man sich gegen Ziel-Erfüllung gar nicht mehr wehren.
weiterlesen

Anti-Pattern-Kalender 2015 – Die Fehlbesetzung

Die Ausgangslage

Als Coach für agiles Projektmanagement erlebe ich immer wieder, dass Firmen sagen: „Wir machen schon Scrum. Naja, jedenfalls so zu ca. 70%. Aber so richtig erfolgreich sind wir irgendwie nicht. Können Sie mal schauen, woran es hakt?“

Wenn ich dran draufschaue, sehe ich oft, dass die agile Implementierung darin besteht, zwei- bis dreimal die Woche zusammen zu stehen und sich darüber zu unterhalten, warum man seine Aufgaben nicht fertig bekommen hat. Als Product Owner fungiert ein langjähriger Projektleiter und der Scrum Master ist einer, der schon mal Scrum gemacht hat und jetzt 20-30% seiner Zeit für das Team Zeit hat. Mehr braucht’s ja auch nicht, schließlich sind Teams selbstorganisiert.

Ach ja, apropos Team: natürlich sind maximal 2-3 Personen aus dem Team full time verfügbar. Der Rest besteht aus „Experten“, die mehreren Projekten zugeordnet sind, weil sie so wichtige „Ressourcen“ sind, dass sie bei allen wichtigen Projekten unverzichtbar sind. Die QS ist eine eigene Abteilung, die die Sprintergebnisse auf Herz und Nieren prüft. Sobald sie dazu kommt.

weiterlesen

Anti-Pattern-Kalender 2015 – Stealth-Programmierung

Stealth bedeutet Heimlichkeit. Ein sogenannter Tarnkappenbomber (siehe unten) fliegt weitgehend unsichtbar durch das gegnerische Radar, um unentdeckt zu bleiben. Häufig genug, um nicht nur zu spionieren, sondern Angriffe zu fliegen.

Jedwede böse Absicht wollen wir Mitgliedern unserer Scrum-Teams natürlich von vornherein absprechen! Trotzdem gibt es immer wieder Entwickler, die unterhalb des Teamradars (aka Taskboard) operieren, um dort heimlich „Dinge zu tun“.
Wenn wir böse Absicht also ausschließen wollen, bleibt die Frage: warum?

weiterlesen

Anti-Pattern-Kalender 2015 – Daily Drill Up

Eine kleine Geschichte: Jeden Tag um 9:15 Uhr…

…ist Daily Scrum. Es ist 9:18 Uhr und das Entwicklerteam werkelt im Teamraum an seinen Rechnern geschäftig vor sich hin. Plötzlich öffnet sich die Tür und der Product Owner stürmt hinein. Er wirft sein Sakko über den nächsten Stuhl, wünscht den Anwesenden einen guten Morgen und prustet: „Na, schauen wir mal, wie’s so lief“. Ihm folgt auf dem Fuße der Scrum Master, der sich sogleich neben dem Task Board positioniert, die stolzgeschwellte Brust hebt und verkündet, es könne nun losgehen.
weiterlesen