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Alle Beiträge in der Kategorie 'BPM / Prozessautomatisierung'

Antipattern-Kalender 2016 – Volksrepublik IT

Sind Eure Arbeitsabläufe auch weitestgehend durch IT-Systeme bestimmt? Das ist gut so! Nein? Ihr würdet viele Dinge eigentlich anders machen wollen? Wie kann das denn sein? Diese Systeme wurden doch extra für Euch entwickelt, um Eure fachlichen Prozesse und Aufgaben bestmöglich zu unterstützen. Wart Ihr denn nicht an der fachlichen, inhaltlichen Ausgestaltung beteiligt, hat die IT-Abteilung Eure Anforderungen nicht verstanden oder sich (ggf. unter dem Deckmantel der technischen Machbarkeit) vielleicht sogar darüber hinweggesetzt?

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Antipattern-Kalender 2016 – Der allmächtige Prozess

Kostensenkung, Optimierung der Bearbeitungszeit, Steigerung der Qualität – alles erstrebenswerte Ziele. Zu erreichen mit Prozessautomatisierung. Der BWLer ist erfreut und auch der ITler findet’s cool. Macht ja auch Spaß, sowas zu bauen. Noch dazu ist es in vielen Fällen wirklich sinnvoll und ein echter Mehrwert. Aber die Verlagerung von Ablauf- und Fachlogik in den Automaten darf nicht zum Selbstzweck werden. Passiert dies dennoch, werden wertvolle Mitarbeiter zu unzufriedenen Arbeiterhumanoiden, Änderungen an bestehenden Prozessen langwierig und teuer und somit die Ziele und Versprechen von BPM konterkariert.
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CMMN 1.1 erklärt: Teil 4 – Discretionary Items

Ja, lang ist’s her mit dem dritten Teil dieser Reihe… heute geht’s weiter mit den Discretionary Items.

In der Zwischenzeit hat sich auch viel getan – die CMMN ist in der Version 1.1 veröffentlicht und die Toolunterstützung ist auch besser geworden. :)

Dementsprechend ist dieser Beitrag auch auf die 1.1 gemünzt und nicht auf die 1.0 wie die bisherigen Teile.

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Der UBER Service

Antipattern-Kalender 2016 – Der UBER-Service

Baut man Software in einer bestehenden Landschaft, ist die Service-Orientierung ein Segen. Man muss nicht alles selbst bauen und kann Bestehendes wiederverwenden. Aber kennt Ihr das auch? Man will nur kurz die Postleitzahl zu einer Adresse ermitteln und der entsprechende Service steht sogar bereit, doch die Adresse kann nur für einen Auftrag eingegeben werden. Diesen hat man aber bei dem fachlichen Szenario gar nicht parat. Theoretisch könnte man ja mit einem Dummy-Auftrag arbeiten, doch auch der benötigt einen Kunden im Kundenstamm. Und so weiter, entlang der ewigen Liste der Abhängigkeiten. Wie man sich auch bemüht, ist der Service irgendwie zu groß und die Anbindung daran eine Qual.
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SEACON 2016: Skill-based Routing mit DMN

Wer kann was? Wer darf was? Wer ist verfügbar? Dies sind die immer wiederkehrenden Fragen, wenn es um die Zusteuerung und Verteilung von Benutzeraufgaben in BPMN-Prozessen geht. Und als Softwareentwickler wollen wir solche Dinge ja nicht jedes Mal wieder individuell implementieren, sondern suchen nach Abstraktionen und wiederverwendbaren Komponenten, die wir möglichst out-of-the-box verwenden können. Schließlich wollen wir uns das IT-Leben ja nicht unnötig schwer machen.

Deshalb haben wir auf Basis von DMN, dem neuen Standard der OMG zur Abbildung und Ausführung von Geschäftsregeln, eine Lösung für camunda BPM entwickelt, mit der die Zuordnung von Benutzeraufgaben komplett aus den ausführbaren Prozessmodellen ausgelagert werden kann. Die Definition der Skills und Berechtigungen erfolgt extern über DMN-Entscheidungstabellen und lässt sich individuell und flexibel auf die jeweiligen Anwendungsfälle anpassen. Der Clou dabei ist jedoch, dass die ausführbaren Prozesse keinerlei Kenntnis über die Existenz dieses Skill-based Routing besitzen müssen. Dadurch lässt sich die Lösung auch ohne weiteres auf bereits bestehende Prozesse anwenden, ohne dass Anpassungen nötig sind!

Im Industry Talk am Freitag, 13.05. auf der SEACON 2016 geben mein Kollege Simon Zambrovski und ich einen kurzen Überblick über DMN, motivieren den Ansatz des Skill-based Routing und zeigen in einer Live-Demo die prototypische, technische Umsetzung dieses Ansatzes. Wir hoffen auf viele interessierte Zuhörer…