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Die Holistikönner auf der Seacon Digital

In diesem Jahr fand die Seacon, auf der wir mit Holisticon regelmäßig vertreten sind, zum ersten Mal digital statt. Unsere vier Holistikönner*innen Jacqueline Striewe, Michael Plümacher, Caroline Tobaben und Maret Karaca haben die digitale Herausforderung angenommen und trugen mit einem Vortrag und einem Workshop zum virtuellen Programm der Seacon bei.

Smart Data, AI und Security – ohne Widerspruch

In unserem Vortrag “Mit Daten kochen, ohne sich die Finger zu verbrennen” haben wir, Jacqueline und Michael, gezeigt, wie wir in einem typischen Kundenprojekt vorgehen und wieso die Themen Smart Data & AI und Security nicht im Gegensatz zueinander stehen, sondern in einem ganzheitlichen Ansatz berücksichtigt werden müssen, um einen Mehrwert aus Daten zu schaffen, ohne einen Imageschaden oder Strafzahlungen zu riskieren. 

Um diese recht abstrakten Themen greifbarer zu machen, haben wir dies am Beispiel eines fiktiven Lieferdienstes getan, der mit der Wunsch von Umsatzsteigerung im Sommer auf uns zukam. Eine grundlegende Analyse hilft, das Geschäftsmodell und das aktuelle Problem des Kunden zu verstehen. Nachdem ein Ziel definiert wurde, wird eine geeignete Herangehensweise gewählt, um es zu erreichen. Relevante Daten werden identifiziert, sowohl interne als auch externe, mit denen ein konkreter Use Case umgesetzt werden kann. Getreu dem Motto „Fail fast, fail early!“ geht es im nächsten Schritt darum, diesen Use Case möglichst schnell und günstig zu validieren, indem ein Prototyp entwickelt wird. Im Vordergrund stehen hierbei Aspekte wie Datenqualität und Integrität. Darüber hinaus ist Feature Engineering eine wichtige Methode, um Daten mit zusätzlichen Informationen anzureichern. Diese drei Aspekte sind essenziell für den Erfolg von Smart-Data-Projekten. Wird ein erfolgreicher Prototyp dann in Produktion genommen, verschiebt sich der Fokus sehr stark in Richtung „klassischer“ Software Engineering-Themen und DevOps. Schließlich ist die kontinuierliche Überwachung der Qualität, sowohl der Daten als auch der Modellvorhersagen, wichtig.  

Innerhalb eines solchen Smart-Data- & AI-Projekts sind Security-Aspekte von Beginn an mit einzuplanen, um einem Mehraufwand im Nachhinein zu entgehen und Risiken zu minimieren. Security teilt sich in die Bereiche Datenschutz und Informationssicherheit auf, so dass regulatorische Anforderungen oder Maßnahmen aus Security-Frameworks, wie der ISO 27001, relevant sein können. In unserem Beispiel sind sowohl Datenschutz als auch die Informationssicherheit zu berücksichtigen, da neben personenbezogenen Kundendaten auch wichtige Unternehmensinformationen verarbeitet werden.  

Digitale Meetings und Remote-Arbeit: unser Workshop

Neben den Themen Security und AI, die Dauerbrenner sind, ist natürlich vor allem ein Thema momentan besonders aktuell: Remote-Arbeit. Nicht zuletzt deshalb fand die diesjährige Seacon auch digital statt und startete mit einer Keynote zu diesem Thema. Während Carola Lilienthal in ihrer Keynote von ihren Erfahrungen zu einer neu gedachten virtuellen Zusammenarbeit berichtete, sind wir in unserem Workshop “Auf den Kopf gestellt: Neue Perspektiven auf Remote-Arbeit“ tiefer in die Frage eingestiegen, was die besonderen Herausforderungen von Remote-Arbeit sind und wie wir ihnen begegnen können. 

So haben wir den Teilnehmer*innen in unserem Workshop einen methodischen Rahmen gegeben, sich auszutauschen und damit ihre Herausforderungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich selbst und der Gruppe einen anderen Umgang damit zu eröffnen.

Wie haben wir nun diesen Rahmen zum Austausch von Ideen und Maßnahmen geschaffen? Indem wir Liberating Structures genutzt haben, eine Sammlung von 33 Methoden, um die Kommunikation zwischen Menschen interaktiver zu gestalten, Verbindungen zu schaffen und alle einzubeziehen. So wird das gesamte kreative Potenzial einer Gruppe gehoben, was auch die Teilnehmer in unserem Workshop am Ende positiv bemerkten. Dadurch, dass alle sich in kleineren Gruppen austauschen und zusammenarbeiten konnten, konnten die Teilnehmerinnen trotz Bildschirm Nähe zu anderen fremden Menschen aufbauen. Im Austausch wurde zum Beispiel schnell klar, dass viele Teilnehmer ähnliche Herausforderungen haben, wenn es um Remote-Arbeit geht. Gleichzeitig teilten die Teilnehmerinnen auch individuelle Themen und bekamen durch den Austausch neue Perspektiven auf ihre individuellen Herausforderungen. Damit nicht nur diejenigen, die im Workshop waren, etwas davon haben, wollen wir im Laufe der nächsten Woche einen ausführlicheren Blogartikel mit den Learnings und Ideen aus der Session teilen. Haltet eure Augen offen hier auf dem Blog und folgt uns gerne auf Twitter, XING und Linkedin!

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