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Home Office

Meinung: Homeoffice ist Mist

… obwohl ich mich sehr über das Curry gefreut habe, aber dazu später mehr.

Hätte mir noch vor einigen Monaten jemand prophezeit, dass ich irgendwann im Frühling für Wochen nicht ins Büro fahren kann, um dort zu arbeiten, hätte ich denjenigen zu einem Spinner erklärt. Sowas passiert doch nicht.

Doch nun ist genau das Realität geworden. Die ganze Familie sitzt zuhause. Niemand fährt ins Büro, in die Schule und in die Kita.

Wir mussten uns hier alle einrichten. Zwei Arbeitsplätze im Homeoffice. Ein Ort für konzentrierte Schul-Hausaufgaben. Kind Nr. 2 geht noch nicht in die Schule, aber braucht natürlich auch vernünftige Beschäftigung. Das alles geht oft genug gut, aber allzu oft eben auch nicht. Auf die Dauer nervt das.

Dabei gehöre ich noch zu der Minderheit, die den Luxus des Homeoffice hat. Bäcker können nicht ins Homeoffice, genauso wenig wie Krankenschwestern, Ärzte und Verkäufer. Von den vielen Menschen in der Gastronomie will ich gar nicht erst anfangen. Ich habe großes Glück, klar.

Ein Blick auf Youtube und andere soziale Medien offenbart mir eine Menge Videos, Anleitungen und Berichte darüber, wie man erfolgreich im Homeoffice arbeiten können soll. Und es kann angeblich sogar Spaß machen. Das erlebe ich nicht so oft.

Gehöre ich etwa zu einer weiteren Minderheit? Zu der Sorte, die keinen Spaß am Homeoffice hat und bei der zuhause nicht alles nach Plan läuft?

So richtig konzentriert arbeiten und sich mal tagsüber für mehrere zusammenhänge Stunden einer Aufgabe widmen geht nicht. Jedenfalls nicht mit Kindern im Grundschul- und Kita-Alter. Der Wunsch, meine Kinder nun nicht sich selbst zu überlassen, lässt sich damit nicht in Einklang bringen. Jedenfalls nicht tagsüber.

Corona bestimmt die Tagesordnung. Das ist leider so.

Was mir am meisten fehlt, ist die soziale Komponente der Büro-Arbeit. Das Quatschen mit KollegInnen an der Kaffeemaschine und das gemeinsame Arbeiten vor dem Bildschirm. Keine Video-Konferenz und keine Zoom-Session kann mir das ersetzen.

Realistisch betrachtet, werde ich mich aber mit dieser Situation noch einige Zeit abfinden müssen. Da müssen wir irgendwie durch, solange dieser Corona-Virus nicht besiegt ist.

Aber ab und zu gibt es eben doch ein großes Highlight. Und das kam diese Woche aus dem Büro, nicht aus dem Homeoffice, sondern nur aus dem echten Büro (was meine Aussage aus der Überschrift nochmals untermauert).

Fürsorgliche Kolleginnen und Kollegen der Holisticon haben keine Kosten und Mühen gescheut und für die daheim arbeitenden ein Care-Paket zusammen gestellt. Über diesen Akt der Fürsorge, über diese liebe Aufmerksamkeit habe ich mich sehr gefreut :-)

Danke, Holisticon!

Care-Paket zu Corona-Zeiten
Care-Paket zu Corona-Zeiten

Über den Autor

Jan Weinschenker

Jan beschäftigt sich sich seit knapp sieben Jahren mit dem Design, der Entwicklung und der Verbesserung von verteilten Web- und Unternehmensanwendungen. Die Erstellung solider, qualitativ hochwertiger Software, sowie deren Wartbarkeit liegen ihm dabei besonders am Herzen. Jan Weinschenker ist Organisator des Web-Performance-Meetups Hamburg.

Ein Kommentar

  1. geht mir ähnlich. Ich hätte nie gedacht, dass ich das sagen werde: Aber das „nur“ Digitale nervt irgendwann und auch virtuelle Meetings für Kaffee etc. ersetzen das für mich nicht :(

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