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JavaSPEKTRUM 05/2017

JavaSPEKTRUM 05/2017 – Webservices auf Basis von HTTP/2

Am 29.09.2017 erscheint mein Artikel mit dem Titel Webservices auf Basis von HTTP/2 in der JavaSPEKTRUM.

Die neue Version des Hypertext-Transfer-Protokolls (HTTP/2) bringt viele positive Neuerungen für das World-Wide-Web: Request-Multiplexing, komprimierte Protokoll-Metadaten und Server-Push. All dies macht das Surfen im Web schneller und sorgt für ein angenehmeres Nutzungserlebnis (engl. user experience, kurz: UX). HTTP/2 zielt darauf ab, die bestehende Netzbandbreite besser auszunutzen. Weiterhin wird die Latenz im Vergleich zur Vorgängerversion HTTP/1.1 stark verringert. Das Phänomen des Head-of-line-blocking, das in HTTP/1.1 stets zu Verzögerungen führt, tritt in HTTP/2 nicht mehr auf.

Alle diese Vorteile haben das Potential, auch die Webservice-Kommunikation performanter zu machen. Viele Enterprise-Java-Anwendungen basieren auf SOAP- oder RESTful-Webservices. Grund genug also, einmal zu untersuchen, ob man neue Webservices nicht gleich auf Basis von HTTP/2 implementieren sollte. Die HTTP-Anfragemethoden, also der Befehlssatz u.a. aus GET, POST, PUT und DELETE, haben sich mit dem Versionssprung nicht geändert. Lohnt für bestehende Anwendungen eventuell sogar eine Migration von HTTP/1.1 auf seinen Nachfolger?

JavaSPEKTRUM 05/2017

JavaSPEKTRUM 05/2017

Ein Grund, der dagegen sprechen würde, ist der Einsatz der Verschlüsselung mit HTTPS. Diese ist zwar nicht durch die Protokolldefinition für HTTP/2 vorgeschrieben (RFC 7540 und 7541), allerdings gibt es keine HTTP/2-Implementierung, die HTTPS nicht voraussetzt. Der Einsatz von HTTP/2 bedeutet folglich immer, dass man sich um das Erzeugen, Verwalten und Verteilen von SSL- bzw. TLS-Zertifikaten Gedanken machen muss.

Die Vorteile von HTTP/2 erkauft man sich für ein IT-System also immer durch ein Mehr an Komplexität.

In diesem Artikel sollen Vor- und Nachteile von HTTP/2 aufgezeigt werden, die beim Einsatz dieser Protokollversion im Enterprise-Java-Umfeld gegeneinander abgewogen werden sollten. Unter anderem werden dabei die Verfügbarkeit von HTTP/2 in gängigen Applikations-Servern, Konfigurationsaufwände sowie der Einsatz von Proxy-Lösungen berücksichtigt.

Erhältlich ist die neue Ausgabe ab dem 29.09.2017 online oder am besser sortierten Kiosk.

Über den Autor

Jan Weinschenker

Jan beschäftigt sich sich seit knapp sieben Jahren mit dem Design, der Entwicklung und der Verbesserung von verteilten Web- und Unternehmensanwendungen. Die Erstellung solider, qualitativ hochwertiger Software, sowie deren Wartbarkeit liegen ihm dabei besonders am Herzen. Jan Weinschenker ist Organisator des Web-Performance-Meetups Hamburg.

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