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Camunda Spring Boot jetzt mit (mehr) Herz für Minderheiten

Seit kurzem gibt es die Version 2.1.2 des Camunda Spring Boot Starters. Mit der Community Extension lässt sich Camunda BPM mit wenig Aufwand in eine Spring-Boot-Applikation einbetten. Mehr Informationen zu Camunda Spring Boot gibt es auf der GitHub-Seite oder hier im Blog.

Neu in der aktuellen Version ist ein erweiterter Gradle-Support. Damit können jetzt Nutzer der Camunda-Enterprise-Edition ihre Spring-Boot-Applikationen jetzt auch einfach mit Gradle bauen und trotzdem in den Genuss der Enterprise Webapps kommen.

Schon seit der Version 2.0.0 liefert der Spring Boot Starter ein Maven-Plugin mit, mit dem sich komfortabel die Enterprise Webapps in die Spring-Boot-Applikation einbinden lassen. Dazu zählt insbesondere das Enterprise-Cockpit. Für Gradle gab es das bisher nicht. Jetzt wird auch ein entsprechendes Gradle-Plugin mitgeliefert, das im Build-Prozess das Enterprise-Webjar herunterlädt und in das Application JAR (oder WAR) einpackt.

Das Plugin ist einfach in der build.gradle einzubinden, folgende Definitionen müssen ergänzt werden:

buildscript {

    // ...

    dependencies {
        classpath 'org.camunda.bpm.extension.springboot.gradle:camunda-bpm-spring-boot-webjar-gradle-plugin:2.1.2'
    }
}

// ...

apply plugin: 'camunda-webjar-plugin'

camundaWebjarPlugin {
    camundaVersion = "${camundaEnterpriseVersion}"
}

// ...

dependencies {

    // ...

    compile "org.camunda.bpm.webapp:camunda-webapp-ee-plugins:${camundaEnterpriseVersion}:classes"
}

// ...

jar.dependsOn resolveCamundaEnterpriseWebjar 

Ein vollständiges Beispiel findet sich im examples-Bereich des GitHub-Repositories.

Und wer es noch nicht glauben kann, so sieht das Ganze dann beim Start mit gradle BootRun aus:

So ist es nun erstmals möglich, mit geringer Eigenleistung die Camunda Enterprise Webapps in einer mit Gradle gebauten Spring-Boot-Applikation zu benutzen. Bisher musste darauf verzichtet, die Einbindung selbst gebastelt oder der Build auf Maven umgestellt werden.

Damit gibt es noch einen Grund weniger, Camunda BPM nicht einzusetzen, und das ist allemal einen Blog-Beitrag wert. Bei Fragen oder Anregungen, zum Plugin und dem Gradle-Support oder der ganzen Sprint Boot Extension, einfach auf GitHub vorbeischauen und posten, oder besser: contributen! Rock on!

Über den Autor

Ich bin Senior Consultant bei Holisticon und beschäftige mich dort vor allem mit BPM/SOA und Themen rund um Prozessorientierung und -automatisierung. Dabei interessieren mich besonders alle Dinge an der Schnittstelle zwischen Business und IT.

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