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Besser testen mit Thucydides

Wer kennt das nicht: Oberflächen-Tests werden in vielen Projekte stiefmütterlich behandelt. Wenn überhaupt automatisierte Oberflächen-Tests existieren, sind sie meist schwer zu pflegen oder nicht wirklich stabil. Gerade vor dem Hintergrund von Continous Integration (CI) und Test Driven Development (TDD) ist das eigentlich ein unhaltbarer Zustand. Gerade Oberflächen-Tests sind extrem wertvoll, um kritischen Pfade abzutasten, z.B. als Smoke-Test vor einem Live-Deployment. Mit Thucydides ist es möglich, Oberflächen-Tests lesbarer, wartbarer und wiederwendbar umzusetzen. Dabei wird das Page-Object-Pattern umgesetzt, um diese Anforderung umzusetzen.

Thucydides - Projektstruktur

Thucydides – Projektstruktur

Die UI-Elemente werden dabei in den Page-Klassen logisch zusammengefasst und jegliche Benutzerinteraktion wird in den Step-Klassen gruppiert, wie z.B. das Klicken auf Buttons in der Oberfläche.  Die Tests sind dann lediglich eine Kollektion von Steps, die Benutzereingaben reflektieren und das Ergebnis verifizieren.

Thucydides nutzt Selenium als technische Basis, erweitert es aber um verschiedene Locator-Stragien, z.B. für AngularJS:

Thucydides – Locator Strategien

Thucydides – Locator-Strategien

Außerdem können Tests neben der klassischen Java-Sprache auch in JBehave beschrieben werden. Über das integrierte Reporting, das auch in eine Maven-Site eingebunden werden kann, können die Tests einfach getrackt werden, was die Fehlersuche erleichtert. Denn jeder Benutzerschritt wird im Report einzeln ausgewiesen:

Thucydides – Mapping von Steps in Report

Thucydides – Mapping von Steps in Reports

 

Thucydides - Report Beispielseite komplett

Thucydides – Report-Beispielseite komplett

Eine ausführliche Vorstellung ist auf GitHub.io verfügbar.

Über den Autor

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Martin Reinhardt arbeitet als Architekt bei der Management- und IT-Unternehmensberatung Holisticon AG. Er beschäftigt sich dort mit der Architektur von komplexen verteilten Systemen, modernden Webarchitekturen und Build Management. Martin engagiert sich in der Software-Craftsmanship-Bewegung. Er ist seit mehreren Jahren im Bereich der Java- und Webentwicklung tätig. Außerdem setzt er sich neben der Architektur vor allem für die Testautomatisierung in verschiedenen Technologien ein und ist auch in verschieden OpenSource-Projekten zu dem Thema wie z.B. dem Galen Framework tätig.

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