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Was haben Tomaten mit dem Fokus zu tun?

Nein, keine Angst, ich werde jetzt nicht anfangen, Kochrezepte für ein Magazin zu schreiben. Obwohl…? Vielmehr geht es mir um die Vorstellung der Pomodoro-Technik und wie man damit arbeiten kann.

Das Problem

Wer kennt es nicht, dass man sich schlecht auf die Arbeit konzentrieren kann? Und sich leicht ablenken lässt? Eine Lösung, mit solchen Problemen umzugehen, ist die Pomodoro-Technik genannte Zeitmanagement-Methode. Kurz gefasst geht es darum, einen bestimmten Zeitraum ohne Ablenkung fokussiert an einer Aufgabe zu arbeiten und danach eine kurze Pause einzulegen, um den Geist wieder zu entspannen.

Die Technik

Dazu stellt man einen Küchenwecker auf 25 Minuten und sorgt dafür, dass man keine Ablenkung hat. Das heißt also, Handy, E-Mail-Programm, Twitter, Facebook und was man sonst so offen hat und was ablenken könnte, wird geschlossen und/oder deaktiviert. Nun wird fokussiert an der Aufgabe gearbeitet, bis der Wecker klingelt. Anschließend macht man eine kurze Fünf-Minuten-Pause oder eine lange Pause von 15 Minuten. Auch diese Unterbrechungen werden mit dem Küchenwecker gestoppt. Die genauen Regeln lauten:

  1. Aufgabe auf einem Block notieren.
  2. Den Wecker auf 25 Minuten (ein Pomodoro genannt) stellen.
  3. Die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt und mit einem X markieren.
  4. Eine kurze Pause von fünf Minuten machen.
  5. Alle vier Pomodoros eine lange Pause von 15 Minuten machen.

Diese Technik und die Regeln wurden von Francesco Cirillo in den 1980ern Jahren entwickelt und festgelegt. Die Verbindung zwischen Pomodoro (Tomate) und Küchenwecker ist jetzt offensichtlich, oder? ;-)

Die Software

Nun arbeite ich ja mehr oder weniger den ganzen Tag am Computer und nicht in der Küche. Daher habe ich mich nach einer möglichst einfachen und simplen Software für den Desktop umgeschaut, die mir einen Küchenwecker simuliert. Fündig geworden bin ich bei Tomate – Pomodoro Timer, ein wirklich nettes Tool für den Alltag, geschrieben von Elio Esteves Duarte.

tomate

Es hat drei Schaltflächen für die Pomodoro und die kurze und die lange Pause. Je nachdem in welcher Phase man sich befindet, startet man diese mit einem Klick auf den Play-Button oben links. Die Uhr läuft dann rückwärts runter. Das kleine Programm kann sich unauffällig in den Benachrichtigungsbereich verkleinern und zeigt dort in einem kleinen Symbol die noch verbleibene Zeit an. Sobald die Zeit abgelaufen ist, meldet sich Tomate mit einem Pop-Up und/oder einem Alarmton (dieser ist so schrill, dass man geradezu aufschreckt, wenn man konzentriert arbeitet). In den Einstellungen lässt sich die Länge der Phasen und die Art der Benachrichtigung individuell anpassen.

Weitere Screenshots werden auf der Webseite von Tomate gezeigt.

Die Anwendung

Ich nutze die Technik nicht immer, aber immer dann, wenn es mir schwer fällt, mich auf eine Liste von Aufgaben zu konzentrieren. Es ist zwar immer noch eine Frage der Selbstdisziplin, aber ich habe bemerkt, dass ich mit der Technik fokussierter und zielstrebig(er) arbeiten kann. Um auch fokussiert zu bleiben und nicht abgelenkt zu werden, höre ich dabei Musik über den Kopfhörer.

Das alles heißt jetzt nicht, dass ich zum absoluten Produktivitätsmonster geworden bin, aber es hilft. Für das Schreiben dieses Beitrags habe ich übrigens zwei Pomodoro mit einer kurzen Pause dazwischen gebraucht. Probiert es doch einfach selbst mal aus! ;-)

Links

Dieser Beitrag erschien ursprünglich unter https://blog.wiersbitzki.com/2013/11/28/was-haben-tomaten-mit-dem-fokus-zu-tun/ in meinem persönlichen Blog.

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